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Die Êzidin

-eine allgemeine Darstellung-

Die religiöse Sprache der Ezidi ist ausnahmslos Kurdisch und auch im alltäglichen Leben sprechen die Ezidi Kurdisch. Eine Ausnahme bilden hier nur die ezidischen Bewohner in Bashik und Bahzan, die in der Alltagssprache arabisch sprechen, doch auch sie benutzen für die Gebete und Riten kurdischen.

 

Ethno-politisch sind Ezidi in Stämme, Clans und Sippen gegliedert, an deren Spitze jeweils ein Stammesoberhaupt steht. Familienrechtlichte entscheidet ein Ältestenrat, der Rusipi, der sich um interne Probleme des Clans kümmert.

 

Die Ezidi leben vorwiegend vom Ackerbau und Kleintierzucht und nur im Norden ihres Siedlungsgebietes und in Transkaukasien, wohl wegen des unfruchtbaren Bodens, findet man einige nomadische Stämme.

Die Eziden besitzen zwei heilige Bücher. Das Kitab al Djilwa (Buch der Offenbarung) und das Kitab al rêş (das schwarze Buch).

Der Dualismus in dieser Religion tritt durch Gott (xode), dem Schöpfer, und Tawisi Melek (dem Engelpfau), dem Erhalter der Welt, zu Tage. Gott,

 

kann hier als Hochgott betrachtet werden, der sich um das eigentliche Geschehen auf Erden nicht kümmert. Diese Aufgabe fällt Tawisi Melek zu, der das ausführende Organ Gottes ist. Mit ihm eng verbunden ist der erst später in der Religion auftauchende Sheikh Adi, der durch Seelenwanderung zur Göttlichkeit emporgehoben wurde. Das Böse als religiöse Gestalt finden man im Ezidentum nicht. Eine Legende besagt, dass durch die gesammelten Tränen von Tawisi Melek das Höllenfeuer ausgelöscht wurde.

Da Taus-i Melek lediglich als handelnde Erscheinung Gottes angesehen wird und mit ihm als eins und unzertrennlich von Gott betrachtet wird, kann man das Ezidentum als eine monotheistische Religion betrachten.

 

Die andere wichtige Gestalt, Sheikh Adi, in der ezidischen Religion trat erst im 11./12. Jahrhundert auf. Sheikh Adi ist für die Eziden die Inkarnation von Tawisi Melek und sein Grab, welches sich in Lalish befindet, ist bei den Eziden der wichtigste Wallfahrtsort, und wo zwischen dem 6. und 13. Oktober ein großes Treffen stattfindet.

Sheikh Adi veränderte die ezidische Religion dahingehend, dass er ein Kastensystem innerhalb der Gemeinschaft einführte. Rechtlich und wirtschaftlich zeigen die verschiedenen Kasten keine Unterschiede, jedoch wird man in eine Kaste hineingeboren und darf auch nicht in eine andere Kaste einheiraten.

Die erbliche Kasteneinteilung beinhaltet die Priesterschaft, die wiederum in Rang und Würde untereinander abgegrenzt (Sheikh und Pîr) sind und diesen jeweils zugeordnet sind Gruppen von Laien (Muriden).

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